Immer wieder begegnen mir – ob im Beruf oder Privat – Menschen, die mir scheinbar etwas über Käfige erzählen wollen. Aber eben nur scheinbar – denn in Wirklichkeit wollen sie mir etwas ganz anderes sagen.
Öfter höre ich Sätze wie:
Der Käitsch vom Browser ist voll, den muss man dann über “Private Daten löschen” leeren.
Wie bitte? Ich hab hier doch gar keinen Käfig rumstehen!
Oder solch nette Bemerkungen wie:
Da muss man erst den Käitsch löschen, damit sich die Seite dann wieder aktualisiert.
Gemeint ist hier doch weder ein Vogel- noch ein Löwenkäfig. Hier geht es um den Cache, den Wikipedia wie folgt definiert:
Cache [kæʃ] bezeichnet in der EDV eine Methode, um Inhalte, die bereits einmal vorlagen, beim nächsten Zugriff schneller zur Verfügung zu stellen. Caches sind als Puffer-Speicher realisiert, die die Kopien zwischenspeichern. Sie können als Hardware- oder Softwarestruktur ausgebildet sein.
Gründe für den Einsatz eines Caches sind ein (relativ gesehen) langsamer Zugriff auf ein Hintergrund-Medium oder ein relativ hoher Aufwand, oft benötigte Daten neu zu generieren.
Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Cache (gesprochen käsch, entlehnt vom französischen cacher – verbergen) geheimes Lager. Der Name verdeutlicht den Umstand, dass ein Cache seine Arbeit zumeist im Verborgenen verrichtet.
Quelle: Wikipedia.de
Nach dem phonetischen Alphabet schreibt man den “Cache” also so:
kæʃ
Dagegen wird der englische Käfig, also “cage”, per IPA-Zeichen so beschrieben:
keɪdʒ
Also, wenn mir jemand ein bisschen “Cash” geben möchte, ist er auf jeden Fall schon mal näher dran – und damit kann ich ohnehin viel mehr anfangen als mit irgendwelchen Käfigen
